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    Sendungen mit Schlagwort

    „Philosophie“

    • Yoyogaga 94: Platon – Eine Annäherung via Basel und Zürich Sonntag, 16.06.2024

      Platons sokratische Dialoge werden als Fiktion betrachtet. Ist das realistisch? Andreas Thiel sinniert über Kunst und Fiktion, Realität und Wahrheit. Ganz der sokratischen Logik folgend, redet Thiel über Platon, ohne über Platon zu reden, und landet bei der Belagerung Zürichs durch Schwyzer Bauern im Jahr 1444, in deren Folge die mit Zürich verbündeten Habsburger Frankreich um Hilfe baten, welches darauf, statt Zürich zu entsatzen, Basel einzunehmen versuchte, wo als Nebenschauplatz der Geschichte eine Handvoll Eidgenossen in einer beispiellosen Niederlage den Mythos der unbesiegbaren Eidgenossenschaft begründete.

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    • Audimax: Friedrich Pohlmann – Erinnern Sonntag, 16.06.2024

      In der jüngeren Vergangenheit hat es spektakuläre Fälle falscher individueller Erinnerungen (die von der Person für wahr gehalten wurden) gegeben, die – passend zu ideologischen Zeitgeistmythologemen – den Betroffenen zu einer neuen Identität verhalfen: derjenigen des Opfers. Wie kommen derartige falsche Erinnerungen zustande? Was unterscheidet sie von solchen subtilen Erinnerungen an die eigene Kindheit wie der „mémoire involontaire“ Marcel Prousts, die durch Geruchsreize geweckt wurden? Wie ist autobiografisches Erinnern im Kontext moderner gedächtnistheoretischer Erkenntnisse beschreibbar? Und vor allem: Welches sind die grundlegenden Unterschiede individueller Erinnerungsleistungen zum kollektiven kulturellen Gedächtnis von Großgruppen? Im „Westen“ – und besonders in Deutschland – sind Formen kollektiven kulturellen Erinnerns hegemonial geworden, die man pathologisch nennen muss. Was sind ihre Kennzeichen?

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    • Menschenbilder: Die zehn Gebote, Teil 1: Erstes Gebot Sonntag, 16.06.2024

      Giuseppe Gracia diskutiert im ersten Teil einer geplanten Serie „Die zehn Gebote" mit dem Schweizer Weihbischof Marian Eleganti. Was bedeutet es, wenn der Mensch im ersten Gebot aufgefordert wird, keinen Gott neben dem Gott der Bibel zu haben? Hat Gott es nötig, Menschen zum Gehorsam zu nötigen? Oder geht es um etwas anderes? Geht es um unser eigenes Heil, unsere Freiheit? Was können wir vom ersten Gebot für unsere heutiges, postchristliches Zeitalter lernen?

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    • Kontrafunk aktuell vom 12. Juni 2024 Mittwoch, 12.06.2024

      Am kommenden Wochenende ist auf dem Schweizer Bürgenstock eine große Friedenskonferenz für die Ukraine geplant. Andreas Peter spricht mit Franz Grüter, Nationalrat der SVP und Mitglied der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats der Schweiz, über Hintergründe und Kritik. Wie hält es der Islam mit der Toleranz? Der Germanist, Philosoph und Romanist Siegfried Kohlhammer hat ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht und erklärt uns Näheres in dieser Sendung. Mit dem auf Frankreich spezialisierten Journalisten Matthias Nikolaidis analysieren wir die dort überraschend angesetzten Neuwahlen. Und Michael Andrick kommentiert eine neue Begehrlichkeit des Staates, seine Bürger wie Schutzbefohlene zu behandeln.

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    • Gesellschaft 3.0: Vom Techno-DJ zum Ruhesuchenden Dienstag, 11.06.2024

      Von einem, der auszog, dem Corona-Wahnsinn zu entkommen: Kaiser Souzai ist DJ und Musiker aus Deutschland, mit Gold und Platin ausgezeichneter Produzent, seit mehr als zwanzig Jahren weltweit aktiv. In der Zeit der Corona-Maßnahmen beschloss er: Ich muss hier weg! Heute widmet er sich vor allem seinem Projekt Frequencytravels. Camilla Hildebrandt hat ihn getroffen. „Habe ich mehr Ruhe gefunden? Ich bin immer noch auf dem Weg, immer noch ein Schüler sozusagen. Und zwar nicht nur von Frequenzen, sondern auch auf dieser spirituellen Reise, die ich jetzt angefangen habe, verstandesmäßig zu verstehen. Jetzt muss ich aber den nächsten Schritt gehen und tatsächlich noch mehr in der Präsenz sein, noch mehr ‚Buddha‘ werden.“

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    • Philosophieren #70: Gönnen Montag, 10.06.2024

      Gönnen können, sagt sein jüngster Sohn zu Alexander Christ und fügt hinzu, Papa, gönn’ dir! Neidlos einem anderen dabei zusehen, wie es diesem gutgeht – das können nicht viele Menschen. Diejenigen, die es aber aufrichtig zustande bringen, die erfahren hierbei selbst einen besonderen Genuss. Matthias Burchardt und Alexander Christ sprechen in dieser Folge von „Philosophieren“ über das Gönnen und entwickeln eine Philosophie der Unverfügbarkeit und Flüchtigkeit aller irdischen Gaben.

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    • Yoyogaga – Wdh. der Folge 35 – Wählen und abstimmen („Anekdoten von der Einführung des Frauenstimmrechts“) Sonntag, 09.06.2024

      Volkswahlen zeugen keineswegs von Demokratie. Selbst Diktatoren lassen sich vom Volk wählen. Ganz im Gegensatz zu Volksabstimmungen. Solche gibt es nur in echten Demokratien und haben die angenehme Folge, dass Politik unspektakulär bleibt. Nach Betrachtungen über das noch junge Schweizer Frauenstimmrecht und dessen 1990 zwangsweise erfolgte Einführung im Kanton Appenzell Innerrhoden schildert Andreas Thiel einen für die Politik beispielhaften Fall von Wahlbetrug in den 1890er-Jahren in der katholischen Westschweiz und dessen ungeahnten Segen für die Katholiken im weit entfernten protestantischen Zürich. Mit Rückblick auf Sendungen aus dem Jahr 2023 gibt Thiel praktische Anweisungen zum Meditieren und schließt das Thema ab mit einem seiner künstlerischen Frühwerke, dem lautmalerischen Gedicht „Die Lavendeltreppe“.

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    • Menschenbilder: Anarchie – Modell der Freiheit oder gefährliche Utopie? Sonntag, 09.06.2024

      Die Vorstellung von Anarchie als Abwesenheit von Herrschaft ist alt und verweist auf den Traum einer gewaltlosen Freiheit. Zugleich wird Anarchismus mit Chaos assoziiert, mit vorzivilisierten Zuständen, die im willkürlichen Gesetz des Stärkeren enden. Wie lässt sich Anarchie heute verstehen? Gibt es eine Chance auf weniger Gewalt und Zwang durch anarchische Konzepte, oder bleibt das eine Utopie für Naive?

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    • Philosophieren #69: Entscheiden Montag, 03.06.2024

      Wir alle kennen die Freude am Entscheiden, aber auch die Qual der Wahl. Lassen sich Entscheidungsprozesse rationalisieren? Folgen wir dem Kalkül der Nutzenmaximierung, oder sind wir von irrationalen Motiven (Angst, Begehren, Gruppenzugehörigkeit) getrieben? Welches ist der existenzielle Sinn von Entscheidungen, wenn ich nicht nur etwas, sondern mich entscheide? Darüber philosophieren Alexander Christ und Matthias Burchardt in dieser Sendung. Schließlich lüften sie auch das Geheimnis, wie über die Musik der Sendung entschieden wird.

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    • Yoyogaga 93: Spezialausgabe – Teil 3 – Weltuntergang Sonntag, 02.06.2024

      Der dritte Teil seines Bühnenprogramms von 2009 handelt, abgesehen vom Weltuntergang, der schon damals kurz bevorstand, von der demokratischen Tugend des Stimmenauszählens, der kapitalistischen Tugend des Reichwerdens und der sozialistischen Tugend des Redenhaltens. Zum Dessert serviert Thiel eine kleine Kostprobe seines ersten Bühnenprogramms aus den 90ern, also Aufnahmen aus dem letzten Jahrtausend.

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    • Philosophieren #68: Integrieren Montag, 27.05.2024

      Integration ist ein vielbemühter Begriff, in vielerlei Zusammenhängen: Einmal sprechen wir von der Idee der europäischen Integration, alles dreht sich um die Integration von Zuwanderern und so weiter. Dabei beinhaltet das Integrieren vor allem die Vorstellung eines Teilhaberechtes. Sehr schnell kann alles in das Gegenteil umschlagen, dann sieht man sich plötzlich ausgeschlossen, etwa dann, wenn jemand den vorgegebenen Meinungsrahmen verlässt und sich erdreistet, eigene Gedanken zu äußern, die vom amtlichen Narrativ abweichen. So erging es Ulrike Guérot, die mit ihren radikalen Thesen zu Europa einst bekannt und interessant wurde, sich nun aber Versuchen ausgesetzt sieht, aus dem öffentlichen Debattenraum ausgeschlossen zu werden. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk spricht Alexander Christ mit Ulrike Guérot über das Integrieren und notwendigerweise auch über dessen Gegenteil, das Ausschließen.

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    • Menschenbilder: Feinde und Feindbilder Sonntag, 26.05.2024

      Feindschaft im Fokus: Brauchen wir Feinde, um uns von ihnen abzugrenzen? Wie gehen wir mit politischen und persönlichen Feinden um? Leben wir in Zeiten zunehmender Feindschaft und Unversöhnlichkeit? Was bedeutet es, wenn das Christentum verlangt, nicht nur den Nächsten, sondern auch den Feind zu lieben?

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    • Yoyogaga 92: Spezialausgabe – Teil 2 – Champagner am Abgrund Sonntag, 26.05.2024

      Im zweiten Teil seines schwarzhumorigen Bühnenprogramms von 2009 hält Andreas Thiel Nachrufe auf noch lebende Personen, sinniert über depressive Selbstmordattentäter, die sich in der Wüste ganz allein in die Luft sprengen, berichtet von einem palästinensischen Gefängnisclown und vergisst dabei nicht, einen Menschen zu erwähnen, der zufrieden an einer gutmütigen Altersschwäche gestorben ist. Champagner schlürfend präsentiert der Bühnenkünstler dieses Konzentrat seiner Kaminfeuergedanken auf der Bühne des Theaters am Hechtplatz in Zürich.

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    • Gesellschaft 3.0: Parviz Amoghli – Die Ameise als eusoziales Wesen Dienstag, 21.05.2024

      Insbesondere sind es die eusozial lebenden Insekten wie Bienen, Wespen, Termiten oder Ameisen, die das Interesse des Menschen auf sich ziehen. Warum, ist nicht schwer zu erraten. Einerseits ist es die grundsätzliche Fähigkeit zur Staatenbildung, andererseits der geradezu utopisch anmutende Organisationsgrad der eusozialen Gesellschaften. Innerhalb der Gruppe staatenbildender Insekten nehmen wiederum die Ameisen eine Sonderstellung ein. Sie treiben die Perfektion auf die Spitze. In ihren Nestern scheint die ideale Gesellschaft Gestalt anzunehmen. Kein Wunder also, wenn sich seit alters her Philosophen und Theologen immer wieder mit der Ameise beschäftigen. Im 20. Jahrhundert gesellen sich noch Ideologen dazu, die in den perfekt funktionierenden Formicidae-Staaten das Ideal für ihre anthropologischen Revolutionen zu erkennen glauben. Mit den entsprechenden Folgen. Ein Essay des iranischen Publizisten und Filmemachers Parviz Amoghli.

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    • Philosophieren #67: Falten Montag, 20.05.2024

      Auf dem Tisch liegt ein gefaltetes Hemd. Papier faltet man häufig, manchmal werden daraus kunstvolle Papierflieger. Falten kann man vieles, dann verbirgt sich im Inneren häufig etwas, das man nicht mehr unmittelbar sehen kann. Um es wieder ans Tageslicht zu bringen, muss man die Gegenbewegung des Ent-Faltens vollziehen. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über die Geheimnisse, die sich in Falten verbergen, über Geschicklichkeit und Kreativität, über das Schaffen und Auflösen von Ordnung und über einen Weltenfalter.

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    • Yoyogaga 91: Spezialausgabe – Teil 1 – Wie wird man Künstler? Sonntag, 19.05.2024

      Vom Ballett über die Akrobatik zum Sprechtheater und von dort übers Politkabarett ins Feuilleton der NZZ verschlägt es den philosophisch veranlagten Punk. Thiels Künstlerkarriere ist voller überraschender Wendungen. 2009 wird der ehemalige Graffitisprayer, Nachtwächter, Velokurier und Kellner mit dem Liberal Award der Schweizer Jungfreisinnigen geehrt. Auf Kontrafunk präsentiert und kommentiert er den Livemitschnitt seines damaligen Kabarettprogramms „Politsatire 3“. Es war das fünfte von insgesamt sieben Bühnenprogrammen.

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    • Menschenbilder: Toleranz und Intoleranz Sonntag, 19.05.2024

      Der Begriff der Toleranz, im Lateinischen „tolerare“, bedeutet so viel wie „ertragen, aushalten“. Wie sehr erträgt unsere angeblich tolerante, diverse Gesellschaft das abweichende Reden und Denken wirklich? Wie wird heute in den Medien, an den Schulen und in der Politik das Aushalten fundamentaler Differenzen eingeübt und vorgelebt? Giuseppe Gracia und Jeannette Fischer im Gespräch.

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    • Philosophieren #66: Machen Montag, 13.05.2024

      In dieser Sendung wenden sich Alexander Christ und Matthias Burchardt dem Machen zu. Was verbirgt sich hinter dieser Alltagsvokabel für menschliche Aktivität? Kann man Liebe machen oder Politik? in diesem Zusammenhang werfen die Radiophilosophen auch einen Blick in Heideggers „Schwarze Hefte“ und kommen dabei einer Machenschaft auf die Spur.

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    • Yoyogaga 90: Wissenschaft als Glaube – Teil 4 – Die Philosophie ist tot Sonntag, 12.05.2024

      Nicht Gott ist tot, wie von Nietzsche diagnostiziert, die Philosophie ist es. Etwas zuversichtlicher formuliert: Sie liegt im Wachkoma. Oder um es in ihrer eigenen, narkotisierenden Fachsprache auszudrücken: Die Philosophie verharrt im geseinten Nichts ihres aufgeklärten Seins. Der Platoniker Andreas Thiel begutachtet den Totalschaden der aristotelischen Philosophie von Descartes bis Sartre.

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    • Matussek!: Gilbert K. Chesterton Freitag, 10.05.2024

      In dieser Sendung gratuliert Matussek Gilbert K. Chesterton, dem „Apostel des gesunden Menschenverstandes“, zu seinem 150. Geburtstag – indem er ihn zitiert. Und auf seine Wiederentdeckung hofft. Chesterton war nicht nur der Erschaffer des Meisterdetektivs Father Brown, sondern der scharfsinnigste und witzigste Zeitkritiker überhaupt und wird schmerzlich vermisst in unseren Tagen, in denen an der Abschaffung des Menschen gearbeitet wird. „Wissen Sie, wo die Menschen zu finden sind, die zu sehr an sich glauben? Alle in der Irrenanstalt.“ Vor allem war er der fröhlichste Verteidiger des Glaubens. Sein Motto: „Die Kirche enthält, was die Welt nicht enthält.“ Eine Revue seiner großen Bücher: „Ketzer“, „Orthodoxie“, „Der unsterbliche Mensch“ sowie die Biografien über Franz von Assisi und Thomas von Aquin. Seine Debatten mit George Bernard Shaw, dem Freundfeind. Asketischer Vegetarier und Kommunist, dagegen Chesterton Genießer, groß und 250 Pfund schwer. Chesterton: „George, du siehst aus, als seist du einer Hungersnot entkommen“, darauf Shaw: „Und du, als hättest du sie verursacht.“ Musik von Elvis, Allegri, Simon & Garfunkel, King’s Singers, Led Zeppelin. Briefe.

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    • Philosophieren #65: Mitleiden Montag, 06.05.2024

      Wann haben Sie, liebe Hörer, zuletzt Mitleid mit einem anderen Menschen empfunden? Und was genau ging da in Ihnen vor? Bewegt uns das ungute Gefühl, den anderen nicht in seiner Lage sehen zu wollen, überträgt sich gar sein Fühlen auf unser eigenes Gefühl? Oder bleiben wir ganz bei uns in diesen Momenten des Mitleidens, und handelt es sich dabei vielleicht um ein eher egoistisches Empfinden? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk wenden sich Matthias Burchardt und Alexander Christ dem Mitleiden zu und werfen unter anderem einen kritischen Blick auf die Ausbeutbarkeit dieses Gefühls, zuletzt durch die geschickt im Rahmen ihrer Machtinteressen agierende Politik.

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    • Yoyogaga 89: Wissenschaft als Glaube – Teil 3 – Die Trennung von Religion und Wissenschaft ist keine solche Sonntag, 05.05.2024

      Die Trennung von Religion und Wissenschaft ist eher ein Bündnis zwischen geistlichen und weltlichen Aristotelikern. Sowohl die Kirche wie auch die Universität sind aristotelisch ausgerichtet und haben sich bloß die Glaubensgebiete aufgeteilt. Die Wissenschaft glaubt nur noch, was sie sieht, und die Kirche nur noch, was sie nicht sieht. Auf der Strecke blieb die sokratische Logik und damit das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Seit Thomas von Aquins Zirkelschluss sind sowohl Kirche wie auch Universität im Materialismus gefangen. Die Universität hat sich darin verirrt und die Kirche darin verloren. Am schlimmsten getroffen hat es die Philosophie. Das Unsichtbare erforschen darf sie nicht, und das Sichtbare zu erforschen, bedarf es keiner Philosophie. Ex-Punk Thiel erklärt das alles anhand einer Haarspraydose.

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    • Philosophieren #64: Schwitzen Montag, 29.04.2024

      Diesmal behandeln Alexander Christ und Matthias Burchardt ein schambehaftetes Thema, denn sie wollen wissen, was es mit dem Schwitzen auf sich hat. Wir kennen es alle als Funktion zur Regulation der Körpertemperatur, aber hat es auch kulturelle Bedeutung? Worin besteht seine Sinnlichkeit, worin die verräterische Macht, den Lügner zu entlarven? Wie immer sind Sie herzlich eingeladen, Ihre Gedanken schweifen zu lassen.

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    • Yoyogaga 88: Wissenschaft als Glaube – Teil 2 – Die Frage nach dem Sein statt dem Sinn Sonntag, 28.04.2024

      Die logische Frage nach dem Sinn verkürzt Aristoteles auf die empirische Frage nach dem, was ist. Empirik generiert kein Wissen, sondern Erfahrung. Der Satz „Ich denke, also bin ich“ entspringt keiner höheren Erkenntnis, sondern einer banalen Erfahrung, die jeder Kamelführer hätte formulieren können. Die Frage ist aber nicht, ob wir sind, sondern was und weshalb wir sind. Darauf gibt die Empirik keine Antwort, sondern nur die Logik. Die Empirik ist eine oberflächliche, weil atheistische Betrachtung. Atheisten schauen in den Spiegel und glauben, was sie sehen. Die hohen Anforderungen, welche die Antike an die Philosophie stellt, beschreiben die Bhagavad Gita und die acht Stufen des Yoga in den Yoga Sutras des Patanjali.

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    • Norbert Bolz: Unsere Neidgesellschaft Sonntag, 28.04.2024

      Neid gehört zur sozialen Natur des Menschen. Er ist aber kein wechselseitiges Gefühl, sondern nur mit Selbstmitleid verknüpft. Der Vortrag von Norbert Bolz über unsere Neidgesellschaft ist jedoch kein kulturkritisches Lamento. Er zeigt vielmehr – im Rückgriff auf die alten Griechen –, dass es nicht nur einen zerstörerischen, sondern auch einen schöpferischen Neid gibt.

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    • Lesestunde: „Das schwarze Buch der Gier“ von Beile Ratut Donnerstag, 25.04.2024

      In unserer Lesestunde liest die Schriftstellerin Beile Ratut aus ihrem Roman „Das schwarze Buch der Gier“. Es ist das Porträt einer Frau, die, ausgelöst durch das spurlose Verschwinden ihres Bruders an ihrem sechsten Geburtstag, in die Abgründe der Menschlichkeit blickt und die Wahrheitsfindung zu ihrer persönlichen Lebensaufgabe werden lässt. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Gibt es Normalität? Hat der Mensch einen Anspruch darauf? Und wenn ja, welche Rolle spielt die Gier des Menschen? „Das schwarze Buch der Gier“ ist im September 2013 im Ruhland-Verlag erschienen.

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    • Philosophieren #63: Teilen Montag, 22.04.2024

      Wir teilen unser Essen mit Freunden, wir teilen unser Wissen, indem wir Informationen weitergeben, wir teilen Vorhandenes auf, teilen ein, teilen aus. Täglich nimmt das Teilen als ganz unscheinbare Alltagshandlung einen großen Raum ein. Grund genug für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sich in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk einmal ganz ungeteilt aufmerksam diesem wichtigen Begriff zuzuwenden.

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    • Peter J. Brenner: Immanuel Kant – Die Herrschaft der Vernunft Sonntag, 21.04.2024

      Immanuel Kant gehört zu den bedeutendsten Philosophen des Abendlandes. Wenn 2024 sein 300. Geburtstag gefeiert wird, gibt das Gelegenheit, an die epochalen Leistungen seiner Vernunftkritik zu erinnern und zugleich deutlich zu machen, aus welchen biografischen, philosophie- und zeithistorischen Umständen sein Werk hervorgegangen ist. Heute werden vor allem die staats- und geschichtstheoretischen Arbeiten Kants diskutiert. Das führt leicht zu Verurteilungen oder auch Vereinnahmungen von zweifelhaftem Wert. Gegen beides muss Kant geschützt werden.

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    • Yoyogaga 87: Wissenschaft als Glaube – Teil 1 – Empirik statt Logik Sonntag, 21.04.2024

      Das Wort „empirisch“ bedeutet „einer Erfahrung gemäß“. Die empirische Wissenschaft ist eine Schule der Beobachtung. Empirik generiert kein Wissen, sondern Erfahrung. Beobachtung ist wichtig, aber den empirischen Beweis gibt es nicht. Es gibt nur den mathematischen Beweis, und der ist nicht empirisch, sondern logisch. Das Wort „logisch“ bedeutet „folgerichtigem Denken gemäß“. Die Logik ist die Schule des Denkens. Die Logik ist die Herrin und die Empirik die Dienerin. Wann hat die Wissenschaft das Denken verlernt und damit die Dienerin zur Herrin gemacht?

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    • Philosophieren #62: Bestimmen Montag, 15.04.2024

      Die Lust des Bestimmens überwindet die Last des Unbestimmten, denkt man. Das Projekt der Emanzipation entwindet uns der Fremdbestimmung und führt uns in die Selbstbestimmung. Aber können wir tatsächlich alles selbst bestimmen? Oder haben wir eine Bestimmung? Fragen, die ein philosophisches Gespräch im Kontrafunk wert sind. 

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    • Alexander Meschnig und Parviz Amoghli: Von der Unmöglichkeit, zu siegen (Teil 4) Sonntag, 14.04.2024

      Nachdem der dritte Teil der Serie sich mit der Frage der Kriegsziele als genuin politischer und nicht militärischer Aufgabe auseinandergesetzt hat, widmet sich der vierte Teil abschließend der Frage der moralischen Größen und der mentalen Verfassung der westlichen Länder (und insbesondere Deutschlands) angesichts der aktuellen Kriegsbedrohungen. Während wir gegenüber Russland eine substanzlose Feindrhetorik feststellen können, die ganz dem anachronistischen Charakter des Krieges entspricht, zeichnet sich die postheroische Gesellschaft im Innern dadurch aus, dass sie in der Abwertung des Eigenen eine Tugend erblickt und keinen Feind mehr anerkennen will. Sie trifft dabei auf einen nichtstaatlichen Akteur, der wie der islamistische Terror eine heroische Gemeinschaft bildet und den eigenen Tod billigend in Kauf nimmt. Diese Unfähigkeit, einerseits einen Feind zu definieren, andererseits sich selbst als Feind eines anderen sehen zu können, hat entsprechende Auswirkungen. Anders als oft lautstark verkündet, geht es für den Westen und Deutschland nicht um einen Sieg über den Terror. Vielmehr geht es um den Erhalt und die Bewahrung einer freien, pluralistischen und offenen Gesellschaft, was die Frage aufwirft, wofür genau wir überhaupt bereit sind, unsere Werte mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu verteidigen.

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    • Yoyogaga 86: Aus der Schule geplaudert – Teil 3 – Die Kunst des Rosenschenkens Sonntag, 14.04.2024

      In dieser Ausgabe erklärt Andreas Thiel, wie man nackt einen Streifenwagen in Schach hält, wo man nachts Rosen auftreibt und vor allem wie, wann und wo man wem Rosen schenkt und wem keinesfalls. Und natürlich verrät er auch, wie man von der Schule fliegen und doch noch ein guter Mensch werden kann.

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    • Matussek!: Zum 150-Jährigen von Karl Kraus Freitag, 12.04.2024

      Matussek lässt sich den 150. Geburtstag von Karl Kraus nicht entgehen und erinnert an den großen Polemiker, Aphoristiker und Journaille-Kritiker, der noch wusste: „Wer unrein schreibt, denkt auch unrein.“ Kraus als Müllabfuhr und als beißender Satiriker in einer seltenen Tonaufnahme. Über die Lüge als Verkehrsform, die Falschmünzerei als Währung wie „Demokratieförderungsgesetz“ und „Zusammenland“. Eine Geschichte des Aphorismus von Heraklit bis Klonovsky. Nietzsches Weisheit „Etwas Kurz-Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten sein.“ Der großartige Antimodernismus in den Scholien von Nicolás Gómez Dávila. Baltasar Graciáns „Handorakel“. Klonovskys „Acta Diurna“ und die Methode, mit Zitaten zu erledigen. Dazu ein Rap über Heideggers „Sein und Zeit“ von Pigor & Eichhorn. Georg Kreisler, Beatles, Simon & Garfunkel. Briefe.

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    • Philosophieren #61: „Verletzen“ Montag, 08.04.2024

      Ein Messer oder ein Stich einer Nadel kann meine Haut verletzen. Aber auch Worte können verletzend sein. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Begriff entwickelt, der neben diesen tatsächlich stattgefundenen Verletzungen insbesondere die möglichen, sich noch nicht realisiert habenden, aber drohenden oder als drohend empfundenen Verletzungen in den Blick nimmt. So sprechen wir heute vielfach von „vulnerablen Gruppen“ und einer generellen Vulnerabilität in der Gesellschaft. Was hat es mit diesem Begriff auf sich? Und mit welcher Begründung beanspruchen „Vulnerable“ eigentlich einen besonderen Schutz? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verletzen und stellen die These auf, dass es uns ganz guttäte, selbstbewusst und ohne den übergriffigen Staat mit den Gefahren des Lebens fertigzuwerden.

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    • Hans Ulrich Gumbrecht – Das Phänomen Stimme Sonntag, 07.04.2024

      Die Stimme ist ein existenzielles Phänomen, das bisher keine nähere Betrachtung in der Philosophie fand. Der emeritierte Professor für Literaturwissenschaften an der Stanford University in Kalifornien und Professor für romanische Literatur an der Hebrew University in Jerusalem, Hans Ulrich Gumbrecht, beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Thema Stimme. Er erörtert unter anderem folgende Fragen: Welche Qualitäten offenbart die Stimme beim Singen, welche Bedeutung hat die Stimme in den Religionen, gibt es eine Geschichte der Stimme? Sein Buch zum Thema mit dem Titel „Leben der Stimme – Ein Essay über Nähe“ wird voraussichtlich im Oktober 2024 in Deutschland bei Suhrkamp erscheinen.

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    • Yoyogaga 85: Aus der Schule geplaudert – Teil 2 – Am Obergymnasium Sonntag, 07.04.2024

      Mit sechzehn Jahren ist Andreas Thiel Teil einer Einbrecherbande, für die kein Raum der Schule verschlossen bleibt. Die nachtaktiven Gymnasiasten entwenden Prüfungsunterlagen, sprayen Karikaturen von Lehrern an Wandtafeln und verwanzen das Lehrerkonferenzzimmer.

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    • Menschenbilder: Was ist Liebe? Sonntag, 07.04.2024

      Die Liebe, so lehren Poeten aller Zeiten, ist das Größte im Leben. Auch für die Bibel ist alles, was Menschen jemals erreichen können, ohne Liebe nichts. Doch was ist das eigentlich, Liebe? Ist es ein Gefühl, ein Seelenzustand, ein zwischenmenschliches Ereignis? Hat Liebe etwas mit Menschenrechten zu tun? Oder ist Liebe eine Illusion, ja sogar Teil eines Machtdiskurses unter Menschen?

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    • Lehrerzimmer: Nachhilfeunterricht, vom Wert des Wissens, ideologiefreier Unterricht Donnerstag, 04.04.2024

      Die Nachhilfelehrerin Ute Lorenz macht im Gespräch mit Stefan Millius deutlich, dass Nachhilfeunterricht mehr als eine Feuerwehrübung ist und dass eine Nachhilfelehrerin einen speziellen Einblick in die Schulwelt gewinnt. Prof. Dr. Peter J. Brenner spricht in seinem Kommentar über den Wert des Wissens. Das Neueste aus der Welt der Schule wird im Nachrichtenblock präsentiert. Und abschließend bespricht Klaus Rüdiger mit dem Deutsch- und Philosophielehrer Thomas Koch, wie ein ideologiefreier Unterricht Schüler zum selbständigen Denken anleiten kann.

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    • Unter Freunden: Shingen Jan Gaensslen – „Hallelujah“ Donnerstag, 04.04.2024

      Auch wenn alles schiefgelaufen ist – „even though it all went wrong“ –, wir singen dem Leben, wenn wir es in seiner ganzen Vielfalt betrachten, ein inniges Loblied. Das ist die Botschaft von „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Wie zufällig hat sich der Song zu einem der größten Welthits entwickelt. Der Mönch und Liedermacher Shingen Jan Gaensslen erklärt, dass gerade das absichtslose Vorgehen manchmal einen unverhofften Erfolg mit sich bringt, dass Pläne dagegen oft scheitern. Diese Weisheit des Zen zeigt sich für ihn beispielhaft an der Karriere von Leonard Cohen, der im Kloster als Jikan mit Shingen zusammengelebt hat. Shingen Jan Gaensslen stellt uns obendrein die Songs „Ballad of the Absent Mare“ und „Anthem“ vor und erzählt, dass schon die Liedermacher-Akademie von Christof Stählin einige Schritte auf dem Weg des Zen gegangen ist.

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    • Philosophieren #60: „Glauben“ (2) Montag, 01.04.2024

      Woran glauben Sie? Kann man heute in unserer säkularisierten Welt, die von der Allmacht der Wissenschaft ausgeht, überhaupt noch an etwas „glauben“, was nicht bewiesen werden kann? Vor einem Jahr haben wir uns in dieser Sendung bereits einmal dem Thema Glauben gewidmet, damals mit Jürgen Fliege. Heute sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ ein zweites Mal über das Glauben und ihre persönlichen Glaubenserfahrungen.

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    • Kontrafunk aktuell vom 1. April 2024 Montag, 01.04.2024

      In dieser Sendung berichtet Gärtnermeisterin Gudrun Esser über den Aspekt des Erwachens der Natur zum Osterfest. Mit unserem Kollegen Matthias Burchardt von der Sendereihe „Philosophieren“ im Kontrafunk philosophieren wir unter anderem über Wirklichkeiten, unterschiedliche Wahrnehmung von Realitäten und was der 1. April damit zu tun hat. Kann die Menschheit aus den Kriegen der Vergangenheit für eine friedliche Zukunft lernen? Dies erörtern wir mit dem Historiker Prof. Ronald Gregor Asch. Und Frank Wahlig beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der Frage, ob der plötzlich erwachte Patriotismus von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht vielmehr Angst ist, die ihn umtreibt.

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    • Yoyogaga 84: Aus der Schule geplaudert – Teil 1 – Am Untergymnasium Sonntag, 31.03.2024

      Andreas Thiel erzählt von seiner Schulzeit an einem Schweizer Gymnasium in den frühen 1980ern, wo er sein Defizit an Obrigkeitsgläubigkeit mit Fantasie und Langeweile anreicherte, Pornografie in den Kunstgeschichtsunterricht brachte, Flammenwerfer baute und mit dem Schweizer Offiziersmesser öffentliche Verkehrsmittel lahmlegte.

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    • Menschenbilder Ostersendung: Die Auferstehung als Sein oder Nichtsein des Christentums Sonntag, 31.03.2024

      Mit dem Glauben an die leibliche Auferstehung, Herzstück von Ostern, behauptet das Christentum: Die Sehnsucht nach ewiger Liebe und Gerechtigkeit ist kein Hirngespinst. So, wie der körperliche Durst darauf hindeutet, dass es Wasser gibt, um diesen Durst zu löschen, deutet der seelische Durst nach ewiger Liebe darauf hin, dass es Gott gibt, der diesen Durst löscht. „To be or not to be“: Warum es an Ostern um alles geht und es ohne Auferstehung auch keine Gerechtigkeit geben kann.

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    • Unter Freunden: Shingen Jan Gaensslen – Zen und Leonard Cohen Donnerstag, 28.03.2024

      Der Mönch und Liedermacher Shingen Jan Gaensslen hat mit dem Liedermacher und Mönch Leonard Cohen Jikan zusammengelebt und erklärt, wie sich in den späten Songs wie „Going Home“ und „Love Itself“ Zen-Weisheiten finden. „Du musst lernen zu sterben, bevor du stirbst“, ist so ein Grundsatz, und das angestrebte Gefühl von Zuhausesein geht sowieso immer wieder verloren. Kann da die Meditation helfen? „Das Leiden ändert sich nicht, sondern das Bezugssystem ändert sich, und dadurch ändert sich das Leiden eben doch.“ So erklärt es Shingen in einer ausgesprochen freundlichen Art. Wir entdecken offene Geheimnisse in den Songs von Cohen und spüren einen stillen Humor, denn man kann schließlich nicht für immer im Himmel leben, weil es da „keine Toiletten und keine Restaurants gibt“.

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    • Philosophieren #51: „Altern“ Montag, 25.03.2024

      Wir alle werden unweigerlich älter. In Schwaben sagt man, mit dem Alter werde man auch klüger, ab 50 Jahren soll das dann wohl gelten. Dabei verdrängen wir gerne, dass mit dem Altern auch Gebrechen und andere unschöne Begleiterscheinungen Einzug halten. Matthias Burchardt und Alexander Christ gewinnen in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk dem Alterungsprozess dennoch so manche gute Seite ab und wünschen sich selbst, gut zu altern.

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    • Yoyogaga 83: Der belehrende Selbsthass der Deutschen Sonntag, 24.03.2024

      Was der Negerkuss in Deutschland war, ist in der Schweiz immer noch der Mohrenkopf. Aber auch hierzulande haben die humorlosen Streber längst Politik, Verwaltung und Universitäten erobert. Was die Streber so erfolgreich macht, ist, dass sie fehlende Begabung, Vernunft und Gelassenheit kompensieren durch Fleiss, Obrigkeitsgläubigkeit und Machtstreben.

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    • Norbert Bolz: Der Skandal der Ungleichheit Sonntag, 24.03.2024

      Natürliche Ungleichheiten in Schönheit, Intelligenz und Gesundheit sind der ewige Skandal egalitärer Gesellschaften. Sie deuten Ungleichheiten als Ungerechtigkeiten und fordern dann Kompensationen für die scheinbar Benachteiligten – sei es durch Umverteilung, sei es durch Gleichstellung. Norbert Bolz zeigt, dass man damit nicht nur die Grundlagen der Marktwirtschaft zerstört, sondern auch den paradoxen Effekt erzeugt, dass die natürlichen Unterschiede das Schicksal des Einzelnen nun noch mächtiger prägen.

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    • Gemeinschaften: Warum sie wichtig sind, wann sie ungesund werden Sonntag, 24.03.2024

      Wie leben wir Gemeinschaft? Ehe, Familie, Verein, Kirche? Warum brauchen wir das? Wann sind Gemeinschaften in Wahrheit Macht- und Angstgemeinschaften? Warum öffnen wir uns so selten für echte, unberechenbare Begegnungen, obwohl wir uns danach sehnen?

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    • Philosophieren #59: „Schlafen“ Montag, 18.03.2024

      Der Schlaf ist eine alltägliche Tätigkeit, der wir kaum Bedeutung beimessen, solange diese sich unkompliziert einstellt und erholsam ist. Doch es gibt auch widrige Begegnungen mit dem Schlaf, wo er sich als permanente Müdigkeit aufdrängt oder sich in wachen Nächten partout nicht einstellen will. Seine Unverfügbarkeit ist allerdings nur eines der Rätsel, denn schließlich wird der Schlaf ja allein für den Wachen zum Thema. Aus dem Schlaf können wir nicht über den Schlaf sprechen, weil wir dann auf geheimnisvolle Weise abwesend sind. Doch wo sind wir, wenn wir schlafen? Ist der Schlaf etwa der kleine Bruder des Todes?

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    • Yoyogaga 82: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 3 – Die Rache der Unbegabten Sonntag, 17.03.2024

      Die Begabung zur Pädagogik ist eine musische Begabung, denn Lernen ist Spiel. Leider haben mit der Akademisierung der Pädagogik die musisch Unbegabten das Schulwesen übernommen. Pestalozzis weiser Grundsatz, Herz, Hand und dann erst den Kopf zu bilden, wurde ins Gegenteil verkehrt, mit der fatalen Folge, dass die pädagogisch Begabten schon vor der Lehrerausbildung aussondiert werden und die Streber das Rennen machen, womit für die Kinder aus Spiel Ernst wird. Thiel denkt über Pestalozzis großen Bildungsgrundsatz nach.

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    • Menschenbilder: Versöhnung von Religion und Aufklärung Sonntag, 17.03.2024

      Martin Grichting ist katholischer Theologe, war über zehn Jahre Generalvikar des Bistums Chur und publiziert heute in verschiedenen Medien zu philosophisch-theologischen Fragen. Nun ist sein neues Buch „Religion des Bürgers statt Zivilreligion“ erschienen (Schwabe-Verlag, Basel). Im Gespräch mit Giuseppe Gracia zeigt Grichting Wege auf, wie sich Religionsgemeinschaften demokratiekompatibel einbringen können. Er erklärt, warum es ohne Christentum keine freie Gesellschaft geben kann. Hat die katholische Kirche mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) ein universalisierbares Modell vorgeschlagen, mit dem sich auch andere Religionsgemeinschaften in einer pluralistischen Gesellschaft konstruktiv einbringen können? Woher kommt die menschenfeindliche Gefahr des religiösen Fanatismus einerseits und einer kalten, technischen Vernunft andererseits? Wie kann es gelingen, Religion und Aufklärung zu versöhnen?

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    • Philosophieren #58: „Musizieren“ Montag, 11.03.2024

      Ist Musik nur „organisierter Lärm“ oder so viel mehr als das? Das Wesen des Musizierens liege darin, die Stille hörbar zu machen, sagen manche Musiker. Musizieren kann an sich jeder Mensch, manchmal mit großem Können, manchmal mit bescheidenem Erfolg, aber immer löst das Musizieren Emotionen aus. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk unterhalten sich Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Musikmachen und dessen tieferen Sinn.

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    • Yoyogaga 81: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 2 – Verwechslung von Strebertum und Begabung Sonntag, 10.03.2024

      Wenn die Begabtenförderung, statt Begabte zu fördern, Streber belohnt, liegt das daran, dass unser Bildungssystem von Strebern konzipiert wurde. Das Tragische daran ist, dass die Streber, die unser Bildungssystem beherrschen, sich für begabt halten.

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    • Philosophieren #57: „Verändern“ Montag, 04.03.2024

      Schon Heraklit wusste, alles fließt. Den Lauf der Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten also können wir Menschen wohl nicht tiefgreifend verändern, so manch anderes im Leben aber schon. Wenn Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk kritisch über das „Verändern“ philosophieren, dann wollen sie dabei nicht dem Stillstand um des starrsinnigen Stillehaltens willen das Wort reden – genauso wenig aber dem Verändern nur um des Veränderns willen, hinter dem manches Mal eine nicht wohlmeinende Transformationsagenda lauert. Gelegentlich ist es auch gut, nichts zu verändern.

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    • Yoyogaga 80: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 1 – Wie viele Enten ist der Mensch wert? Sonntag, 03.03.2024

      Wer hat Angst vor selbständig denkenden Kindern? Hinter dem schulischen Denkverbot vermutet Thiel weniger eine Absicht als vielmehr eine Angst oder ein Unvermögen von Pädagogen, selbst zu denken. Die Verbannung des Denkens von der Schule hat nicht unbedingt System, lässt aber beunruhigende Muster erkennen. Thiels nüchterne Betrachtung genießt man vorzugsweise im warmen Schaumbad bei kühlem Champagner oder am Kaminfeuer mit einem Glas Portwein in der Hand.

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    • Philosophieren #56: „Gärtnern“ Montag, 26.02.2024

      Was zeigt sich von unserem Verhältnis zur Natur, wenn wir im Garten arbeiten? Worin besteht der Sinn eines Ziergartens und die Funktion eines Nutzgartens? Welche Weisheit beseelt den Gärtner, und was geht verloren, wenn aus dem „Kindergarten“ eine „Tagesstätte“ wird? Sie sind wie immer herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudenken.

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    • Yoyogaga 79: Wie untergräbt man Autoritäten? Sonntag, 25.02.2024

      Die einzigen Schulen, von welchen der spätere Bezirksschulrat Andreas Thiel nicht hochkant flog, waren die Skischule und die Rekrutenschule. Aus der Rekrutenschule hatte man ihn zwar ebenfalls versucht rauszuwerfen. Dass dies seinen Vorgesetzten allerdings nicht gelang, erlaubte es ihm, seinen Umgang mit falschen Autoritäten im Militär über lange Zeit zu verfeinern. Hier gibt Thiel neue Einblicke in seine Zeit bei den legendären Radfahrertruppen der Schweizer Armee.

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    • Kontrafunk aktuell vom 19. Februar 2024 Montag, 19.02.2024

      Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, berichtet über die Gründung seiner Partei Werteunion, deren erster Vorsitzender er ist. Journalist Dirk Pohlmann analysiert die am Sonntag zu Ende gegangene Münchner Sicherheitskonferenz. Mit dem Philosophen Michael Andrick sprechen wir über sein neues Buch „Im Moralgefängnis – Spaltung verstehen und überwinden“. Darin wird der politische Debattenraum in Deutschland als Moralinseuchengebiet eingestuft. Und Gudula Walterskirchen widmet sich in ihrem Kommentar der Erinnerungskultur in Österreich.

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    • Philosophieren #55: „Philosophieren“ Montag, 19.02.2024

      Dieses Mal betreiben Alexander Christ und Matthias Burchardt Nabelschau: Sie philosophieren über das Philosophieren. Was versetzt uns derart ins Staunen, dass wir uns auf den riskanten und beglückenden Weg des Denkens machen? Die Liebe zur Weisheit treibt uns mitunter aus den allzu bekannten Sinnbehausungen heraus und setzt uns in erschütternder Weise einer bodenlosen Fraglichkeit aus. Ist der Philosoph deshalb ein unbequemer Fremdling, dessen man mittels Schierlingsbechern ledig wird? Oder nimmt er stellvertretend für andere Menschen das Schicksal einer radikalen Besinnung auf sich?

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    • Yoyogaga 78: Die Toleranz der Intoleranz Sonntag, 18.02.2024

      Im rot-grünen Weltbild gibt es nur rechts und links. In diesem eindimensionalen Denkschema wird alles und jedes als simpler Punkt auf einer Linie wahrgenommen, dessen einzige erkennbare Eigenschaft darin besteht, dass er entweder links oder rechts des eigenen Standpunktes liegt. Die fatale Folge dieses absurden Weltbildes ist weder eine Vereinfachung noch eine Verwirrung, sondern die Umkehrung aller Werte.

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    • Philosophieren #54: „Emigrieren“ Montag, 12.02.2024

      Diesmal geht es um ein ernstes Thema. Was bedeutet es, wenn man aus politischen Gründen sein Land verlassen muss? Matthias Burchardt und Alexander Christ diskutieren über Heimatlosigkeit am Beispiel eines Textes von Günther Anders. Am Ende wird auch deutlich, warum die aktuelle Debatte nur noch von Migration spricht und jegliche Vorsilbe scheut.

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    • Yoyogaga 77: Was ist Kunst? Teil 6: Die Schönheit der Frau Sonntag, 11.02.2024

      Was macht die Musik zur höchsten aller Künste? Was macht die Frau zum schönsten aller Motive? Und wo liegt die Grenze zwischen Kunst und Pornografie? Im heutigen Feuilleton denkt Andreas Thiel noch einmal bei einem Glas Portwein über Künstler und ihre Motive sowie Kunstwerke und deren Betrachter nach, womit dieser Themenkreis bei weitem nicht erschöpft, aber vorerst abgeschlossen sein wird.

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    • Norbert Bolz: Schwierigkeiten mit der Freiheit Sonntag, 11.02.2024

      Schwierigkeiten mit der Freiheit – warum der Liberalismus in Deutschland keine Chance hat

      Freiheit ist unser europäischer Stil, den wir verteidigen müssen, und sie ist die unwahrscheinlichste kulturelle Errungenschaft der Weltgeschichte. Norbert Bolz macht in diesem Vortrag deutlich, dass Freiheit heute vor allem zwei Hauptgegner hat: den Paternalismus des Wohlfahrtsstaats und die Diktate der politischen Korrektheit.

       

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    • Kontrafunk aktuell vom 6. Februar 2024 Dienstag, 06.02.2024

      Über die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und neue Pläne der CDU spricht Marcel Joppa mit dem Politjournalisten Olaf Opitz. In der Ukraine will Präsident Selenski zahlreiche Politiker und Militärs entmachten. Der Osteuropa-Kenner Thomas Fasbender ordnet diesen „Neustart“ für uns ein. Um die weltweite Christenverfolgung, speziell in den Ländern Kuba und Nicaragua, geht es in einem Gespräch mit Kurt Igler, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Open Doors in Österreich. Michael Andrick fragt sich schließlich in einem Kommentar: Wie ist es wohl, ein Milliardär zu sein?

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    • Philosophieren #53: „Demonstrieren“ Montag, 05.02.2024

      In den letzten Wochen gingen in Deutschland Tausende Menschen „gegen rechts“ auf die Straße: Grundsätzlich erfreulich, möchte man voreilig denken, wenn Bürger Ihre Meinung so zahlreich zeigen. Verstörend aber wirkte, dass Politiker der Regierung sich an die Spitze der Demonstrationen zu setzen versuchten. Für Matthias Burchardt und Alexander Christ ist dies Anlass, einmal grundsätzlich über das Demonstrieren zu philosophieren. Wogegen oder wofür demonstrieren Menschen? Welche Formen sind legitim, und welche Rolle spielen solche Meinungsäußerungen im demokratischen öffentlichen Diskurs? Wir laden Sie ein zum Philosophieren im Kontrafunk, diesmal zum Thema Demonstrieren.

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    • Yoyogaga 76: Was ist Kunst? Teil 5: Schanze, Flug und Landung Sonntag, 04.02.2024

      Sein Kunstbegriff ist so elitär, dass Thiel sich selber ausschließen muss. In seinem heutigen Radiofeuilleton denkt er über den Künstler als Sprungschanzenbauer nach und erkennt dabei, dass erst die Flugbahn des Betrachters und dessen geglückte Landung die Schanze zum Meisterwerk erheben. Er vergleicht Pablo Picassos „Guernica“ mit Edouard Castres’ Bourbaki-Panorama und verortet bei Picasso ein künstlerisches Scheitern wegen fehlender emotionaler Distanz zum Gegenstand der Betrachtung.

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    • Friedrich Pohlmann: Erkundungen des menschlichen Gesichts Sonntag, 04.02.2024

      Mimik, Verhüllung, Verletzung, Einzigartigkeit – Erkundungen des menschlichen Gesichts.

      In unserem Gesicht kristallisiert sich unser Verhältnis zu uns selbst, unsere Identität. Über die Eigenart dieses Körperorgans wird aber selten genauer nachgedacht. Wie sind seine Einzelteile aus der Perspektive der biologischen Anthropologie beschreibbar, und welche Funktion als Zeichengeber kommt ihnen zu? Welche Formmerkmale hat das Gesicht als eine Ganzheit? Welche sozialen Folgen haben Gesichtsverstümmelungen und -verhüllung? Wie ist die „Sprache des Gesichtes“ genauer deutbar, ihre physiognomischen, lebensgeschichtlichen und mimischen Ausdrucksdimensionen?

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    • Ludgers Welt: Ich habe Freude daran, Menschen wieder auf Kurs zu bringen Mittwoch, 31.01.2024

      Markus Bauchrowitz ist Mentalcoach, Knotenlöser, Motivationstrainer aus Hamburg. Moment mal, sind das nicht diese Typen, die mit Wasserpistole in die Menge spritzen und Büroangestellte über Kohlen laufen lassen? Klare Antwort: Jein! Markus Bauchrowitz hat solche Events mitgemacht, ist nun aber jemand, der kleine Gruppen bevorzugt und das Wertvolle in jedem Einzelnen hervorbringen möchte. „Das Gefühl von Ohnmacht ist in diesen Zeiten riesengroß“, sagt er und hat eine Erkenntnis gewonnen, die über allem steht: Es fehlt in unserer Welt allgemein an Anerkennung. Ludger Kusenberg alias Ludger K. führt ein spannendes Gespräch über Burn-outs, russische Militärspionage und über Jürgen Klopp, den Ludger brandaktuell anlässlich seines Rückzugs beim FC Liverpool liebevoll vor Livepublikum auf die Schippe nimmt.

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    • Gesellschaft 3.0: Dr. Michael Andrick – Der Totalitarismus baut sich seinen Staat Dienstag, 30.01.2024

      In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ hören Sie einen Vortrag mit dem Titel „Der Totalitarismus baut sich seinen Staat“. Der Philosoph, Autor und Kolumnist Dr. Michael Andrick geht darin auf Begriff und Erscheinungsform des Totalitarismus in Geschichte und Gegenwart ein. Mit Blick auf aktuelle Vorgänge spricht er vom Leben in einem „Nie-wieder-Staat“, setzt sich mit der Cancel-Culture auseinander und analysiert das weltweit praktizierte Faktencheckertum. Überdies macht er Vorschläge, wie man dem Totalitarismus entgegentreten kann. Michael Andrick lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Autor des Buches „Erfolgsleere“, schreibt Kolumnen für die „Berliner Zeitung“ sowie Essays und politische Kommentare für „Der Freitag, „Die Welt, „Die Weltwoche“ und andere. Aufgenommen wurde der Vortrag während des Symposiums der Kritischen Richter und Staatsanwälte (KRiSta) am 21. Oktober 2023 in Halle an der Saale.

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    • Philosophieren #52: „Tanzen“ Montag, 29.01.2024

      Im Tanzen entwindet sich der menschliche Körper der Schwerkraft des Alltags und bringt flüchtige Verse eines sinnlichen Ausdrucks hervor. So zumindest erscheint es Alexander Christ und Matthias Burchardt, den bekennenden Nichttänzern, in ihrer zaghaften Annäherung an das so bedeutsame Kulturphänomen des Tanzens.

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    • Menschenbilder: Ein Leben zwischen Stasi, Kant und Kreuz Sonntag, 28.01.2024

      Mit 16 wurde Helmut Holzhey von der DDR-Staatssicherheit verhaftet und flüchtete nach Westberlin. Das Theologiestudium führte ihn nach Zürich. Er wechselte zur Philosophie und war während zehn Jahren Vorsteher des Philosophischen Seminars der Universität Zürich. In seiner gerade erschienenen Autobiografie „Wunder“ (Schwabe-Verlag) geht es um die Nachkriegszeit, um die revolutionäre Aufbruchsstimmung der 1960er Jahre und um persönliche Wunder, nicht zuletzt um den katholischen Glauben.

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    • Yoyogaga 75: Was ist Kunst? Teil 4: Das Verhältnis von Kunst, Philosophie und Wissenschaft Sonntag, 28.01.2024

      Die Weisheit wurde in der Antike von der Philosophie erkannt, von der Mathematik geprüft und durch die Kunst vermittelt. Heute, wo eine orientierungslose Philosophie die Sinnfrage nicht mehr beantworten kann und hysterische Wissenschaften mangels eines mathematischen Verständnisses nur noch Statistiken hervorbringen, bleibt die Kunst inhaltsleer. Den Ausweg aus dieser geistigen Einöde weist eine Rückbesinnung auf das Schöne, das Gute und das Wahre.

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    • Philosophieren #50: „Aufklären“ Montag, 22.01.2024

      Wie werden Babys gemacht? Im Aufklärungsunterricht wird das Geheimnis gelüftet. Was als triumphaler Siegeszug der letzten Wahrheit gefeiert wird, kann auch in den aufdringlichen Gestus einer freudlosen Rationalität münden. Ebenso wie die Sexualkunde sind auch die Epoche und das Projekt der Aufklärung nicht frei von Ambivalenzen, denen Alexander Christ und Matthias Burchardt in dieser Sendung nachspüren wollen.

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    • Yoyogaga 74: Was ist Kunst? Teil 3: Die fünf Yogas Sonntag, 21.01.2024

      Ein genussreicher Abendtauchgang in die altindische Philosophie. Die Kunst ist eines der fünf Yogas in den 286 Upanischaden des Vedanta der vier Vedas. Auf dieser morgenländischen Bildungshörreise lernen wir, dass fast jeder ein Yogi sein kann – außer der Banker und der Jurist. Aber selbst Letztere sind nicht verloren. Auch ihnen bleibt zum Lebensende noch der Mönchsweg offen, sofern sie sich auf eine letzte Pilgerreise begeben wollen.

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    • Norbert Bolz: Der Bürger als konservativer Held Sonntag, 21.01.2024

      Norbert Bolz gibt in seinem Vortrag eine Antwort auf die Frage, was wirklich wichtig ist, und er berechnet den Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir frei und modern leben wollen. Dabei wird zum einen deutlich, dass die modernen Wissenschaften bei der Frage nach dem richtigen Leben nicht weiterhelfen können. Zum anderen macht Bolz klar, dass die bürgerliche Lebensführung, der wir die wichtigsten Errungenschaften der modernen Welt verdanken, in diametralem Gegensatz zu jener „Selbstbestimmung“ steht, die die Politik dem Bürger heute per Gesetz verspricht.

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    • Philosophieren #49: „Verantworten“ Montag, 15.01.2024

      Wer ist eigentlich für all das hier verantwortlich? Verantwortung übernehmen, das wollen Politiker vor allem im Wahlkampf. Später, wenn sie erst in Amt und Würden sind, dann ist es oft nicht weit her mit dem Übernehmen der Verantwortung. Matthias Burchardt und Alexander Christ beleuchten in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk, mit welchem Konzept man Verantwortung neu betrachten kann und wie man sich dabei von einer rein juristischen Sichtweise, sich für eine Handlung im Schadensfall verantworten zu müssen, zu lösen vermag.

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    • Yoyogaga 73: Was ist Kunst? Teil 2: „Hans im Glück“ dramenanalytisch Sonntag, 14.01.2024

      Radiopantomime und Striptease für Blinde – Nicht alles, was Künstler machen, ist Kunst. Was zeichnet Kunst aus? Ein vielleicht unerwartetes, aber dafür umso eindrücklicheres Beispiel für ein zeitloses Kunstwerk stellt das Märchen „Hans im Glück“ dar. Thiels dramenanalytischer Betrachtung folgt man vorzugsweise am Kaminfeuer mit einem Glas Portwein in der Hand.

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    • Philosophieren #48: „Erzählen“ Montag, 08.01.2024

      Diesmal ist der Schriftsteller und Waldgänger Norbert Scheuer zu Gast bei Matthias Burchardt und erzählt am Beispiel seines Bestsellers „Winterbienen“, wie ein Roman entsteht. Wie erarbeitet man seinen Stoff, findet eine angemessene Form, erfüllt die Figuren mit Leben? Und warum sind „Lockenwickler“ bedeutsam? Letztlich geht es auch um die Frage, wie man etwas Kostbares durch den Raum und die Zeit tragen kann, wenn die Welt verwintert.

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    • Yoyogaga 72: Was ist Kunst? Die innerliche Erhebung des Betrachters Sonntag, 07.01.2024

      Nachdem Thiel über überraschende Begegnungen seines Grossonkels im KZ und eine mögliche Verstrickung seiner Mutter in die jüdische Weltverschwörung nachgedacht hat, widmet er sich der Betrachtung der Kunst. Was bedeutet dieses längst zur Hülse entleerte Wort im eigentlichen Sinn? Erste Hinweise über die verlorengegangene Fülle der Kunst finden sich bei den alten Griechen.

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    • Menschenbilder: Wahrheit, Relativismus und Toleranz (Wiederholung) Sonntag, 07.01.2024

      Giuseppe Gracia im Gespräch mit dem Schweizer Bischof Marian Eleganti. Es geht um die Frage, ob es so etwas wie eine objektive Wahrheit geben kann, ob der Anspruch darauf schon ein Zeichen für reaktionäres Denken ist, für die Ablehnung einer offenen, toleranten Gesellschaft. Oder ob die Forderung nach Toleranz selber eine absolute Begründung braucht, die in den absolut verstandenen Menschenrechten gründet. Zerfällt eine Gesellschaft ohne klare Wahrheitsansprüche am Ende in reine Macht- und Personeninteressen, so dass statt Toleranz Identitäts- und Interessenskriege herrschen?

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    • Philosophieren #47: „Knallen“ Montag, 01.01.2024

      Ein frohes neues Jahr, liebe Hörer! Gerade liegt der Knall des Feuerwerks zu Silvester hinter uns, da fragen Matthias Burchardt und Alexander Christ sich, was das eigentlich genau ist, so ein Knall. Nur ein Naturereignis, das sich physikalisch erklären ließe? Oder steckt doch mehr hinter dem Knallen, das uns in so unterschiedlichen Varianten, im Schlimmen wie im Guten, begegnen kann? Freuen Sie sich auf die erste Ausgabe von „Philosophieren“ im Kontrafunk im neuen Jahr, auf die Folge Nummer 48: „Knallen“.

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    • Kontrafunk aktuell vom 1. Januar 2024 Montag, 01.01.2024

      Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl ist Nahost-Expertin. Im Gespräch mit Tim Krause geht es um den Krieg in Israel und im Gaza-Streifen. Aus Anlass des Kant-Jahres 2024 sprechen wir mit dem Philosophen Matthias Burchardt über den Begriff der Aufklärung bei Immanuel Kant und den heutigen Zustand aufgeklärten Denkens. Der ehemalige Richter und Rechtsprofessor Thomas Seibert erläutert uns den Zustand des Rechtsstaates und berichtet über seine geheime Leidenschaft. Im Kommentar beschäftigt sich Kontrafunk-Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig mit dem deutschen Kanzler, der AfD und der politischen Großwetterlage.

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    • Yoyogaga 71: Ein langsames verbales Silvesterfeuerwerk Sonntag, 31.12.2023

      Mit einem Glas Portwein in der Hand beschliesst Andreas Thiel das Jahr – am Kaminfeuer sinnierend über die Jungfrau Maria, den anthroposophischen Zirkel seiner Urgrossmutter in Theresienstadt, den Bart des Propheten, die Wurzeln des deutschen Nationalismus im Alten Testament und den damit verbundenen Glauben an eine jüdische Weltverschwörung – und kommt zum schluss, dass hinter allem die Fifa steckt.

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    • Philosophieren: „Feiern“ (Wdh.) Montag, 25.12.2023

      Die Kontrafunk-Philosophen widmen sich diesmal dem Feiern. Das Phänomen ist schwer zu greifen. Was macht eine Feier aus? Gästeliste, Festsaal, Gewänder, rituelle Formeln, Musik? Welche Rolle spielt die feierliche Stimmung? Was erfahren wir über unser Menschsein, wenn wir feiern? Vielleicht ist das Fest eine sinnliche Selbstvergewisserung in Bezug auf unsere kulturelle Identität. Das würde bedeuten: Wer den Menschen ihre Feste verbietet, raubt ihnen die Wurzeln.

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    • Yoyogaga 70: Die Aufhebung der Ewigkeit Sonntag, 24.12.2023

      Das Neue Testament bedeutet die Quadratur des Kreises. Alle älteren Schriften erzählen von der Entstehung des Bösen im Himmel, der daraus resultierenden Trennung von Gott und einem Sturz in die ewige Verdammnis. Das Neue Testament handelt von einem Paradoxon, nämlich vom Ende dieser Ewigkeit. Jesus hebt zwar nicht die Verdammnis an sich auf, beendet aber deren Ewigkeit. Die Erlösung bedeutet somit nicht die Eliminierung des Bösen, denn das Böse in uns selbst müssen wir alle selber besiegen, sondern das Ende der Herrschaft Luzifers über die mit ihm Gestürzten. Die Kette der Knechtschaft ist zerrissen, die Himmelstore sind wieder geöffnet. Aber den Weg zurück gehen muss jeder selber.

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    • Philosophieren #46: „Schenken“ Montag, 18.12.2023

      Wer schenkt, zeigt sich selbstlos und wird seinerseits durch Freude und Dankbarkeit entlohnt. Doch die vermeintlich harmlose Geste des Gebens führt nicht nur in ein Labyrinth sozialer Verbindlichkeiten und Erwartungen, sondern konfrontiert uns auch mit dem ganzen Spektrum seelischer Verkrampfungen, so dass man den Eindruck gewinnen kann, dass jedes Geschenk umzingelt ist von Fettnäpfchen, die nur darauf warten, dass jemand hineintritt. Höchste Zeit für eine philosophische Umkreisung des Themas Schenken.

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    • Der kalte Krieg um die Familie (Wdh. vom 3. September 2023) Sonntag, 17.12.2023

      In seinem Vortrag verfolgt Norbert Bolz die These, dass wir in einem Zeitalter kalter Kriege leben. Kalter Krieg herrscht zwischen Männern und Frauen, zwischen Alten und Jungen. Kalter Krieg herrscht zwischen Eltern und Kinderlosen, zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen. Kalter Krieg herrscht zwischen Familien und Staat. Bekanntlich ist dies auch ein Zeitalter des radikalen Individualismus, der nicht begründet werden muss und zu nichts verpflichtet. Das Thema sperrt sich gegen eine wissenschaftliche Behandlung. Denn man kann nicht „objektiv“ sein, wenn es um Fragen geht, die bis an die Wurzeln des eigenen Selbstverständnisses reichen. Es geht hier nämlich um Fragen der Identität, des Lebenssinns und des Glücks.

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    • Yoyogaga 69: Das Alte Testament, die Veden und die Avesta Sonntag, 17.12.2023

      Inwiefern unterscheidet sich Luzifer von Ahriman, Satan, Yima, Shiva oder Yama? Ist Christus nicht nur Logos, sondern auch Vishnu und Asha? Sind Jahwe, Brahma und Ahura Mazda identisch? Ein Who-is-who des Jenseits.

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    • Yoyogaga 68: Das Neue Testament im Licht altpersischer Schriften Sonntag, 10.12.2023

      Warum musste Christus kommen und uns mit Gott versöhnen? Was hatte zur Trennung von Gott geführt? Die Puzzleteile sind in Form alter Schriften über die halbe Welt verstreut. Ein Bogen vom Alten Testament über den tibetischen Buddhismus zu zoroastrischen Hymnen bringt Licht ins Dunkel.

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    • Philosophieren #44: „Handeln“ Montag, 04.12.2023

      „Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen“, schreibt Hannah Arendt in einem ihrer bedeutendsten Werke, der „Vita activa oder Vom tätigen Leben“. Matthias Burchardt und Alexander Christ zeichnen in dieser Folge von Philosophieren im Kontrafunk die Grundzüge der „Vita activa“ nach und diskutieren darüber, inwiefern das „Handeln“ die besondere Fähigkeit hat, Beziehungen zu stiften.

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    • Yoyogaga 67: Was ist neu am Neuen Testament? Und was ist alt am Alten? Sonntag, 03.12.2023

      Warum strickende Omas logischer denken, Bienen Buddhisten sind, Shiva eine Schlange hat und Jesus mehr als nur ein Wort ist. Andreas Thiel begibt sich auf die Suche nach der weihnachtlichen Frohbotschaft.

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    • Philosophieren #43: „Überwachen“ Montag, 27.11.2023

      Überwachung verspricht Sicherheit durch Kontrolle und etabliert Formen der Machtausübung und -sicherung. Mit dem Theoriearsenal von Michel Foucault untersuchen Alexander Christ und Matthias Burchardt das Phänomen der allgegenwärtigen Blicke, mit denen der große Bruder gesellschaftliche Verhältnisse schafft. Dabei zeigt sich, dass es aktuell durchaus eine Gnade sein kann, ununterscheidbar zu sein.

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    • Yoyogaga 66: Demokratie 11 – Die Politik des Nichteintretens Sonntag, 26.11.2023

      Thiels Schlussbetrachtungen über die Demokratie: Während sich das Parlament für jede Ideologie instrumentalisieren lässt, zeigt das Volk ein gesundes Desinteresse an Ideologien. Deshalb muss in einer demokratischeren Zukunft das Parlament ersetzt werden durch das Volk. Wenn sich eine Mehrheit der Stimmbürger der Stimme enthält, dann gehört die entsprechende Abstimmungsvorlage vom Tisch genommen. Ist die Stimmenthaltung grösser als die Zustimmung, dann ist das Stimmvolk auf die Vorlage nicht eingetreten. In der Schweiz lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Parlamentswahl deutlich unter 50 Prozent. Würde das Parlament das Mehrheitsprinzip respektieren, wäre ihm aufgefallen, dass eine Mehrheit der Wähler kein Parlament gewählt hat.

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    • Philosophieren #42: „Trinken“ Montag, 20.11.2023

      In der Folge 42 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Ort der gepflegten Trunkenheit vor Glück, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Trinken in all seinen Formen. Wir frönen dem Alkohol und erhoffen uns, dass im Wein die Wahrheit zu finden sei, aber wir zelebrieren auch die Teezubereitung und saufen am Ende Wasser, um nicht zu verdursten.

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    • Yoyogaga 65: Demokratie 10 – Der Staat braucht Konkurrenz Sonntag, 19.11.2023

      Was machen die alten Freiheitskämpfer auf gut bezahlten Verwaltungsposten? Wie anarchistische Punks zu frustrierten Staatsangestellten wurden. Mit Angestellten, deren Motivation, für den Staat zu arbeiten, nicht der Wunsch ist, dem Bürger zu dienen, sondern für viel Geld und quasi unkündbar keine Verantwortung tragen zu müssen, ist kein Staat zu machen. Eine solche Verwaltung gehört ins reinigende Bad des Wettbewerbs getaucht. Auch der Staat braucht Konkurrenz dazu, sich weiterzuentwickeln.

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    • Philosophieren #41: „Spielen“ Montag, 13.11.2023

      Das Spiel hat keinen guten Ruf. Es gehört scheinbar in die Kindheit oder gilt als müßige Zerstreuung in der Freizeit. Alexander Christ und Matthias Burchardt nehmen einen Gedanken Friedrich Schillers auf, der besagt, der Mensch sei nur dort ganz Mensch, wo er spiele. In dieser Perspektive gewinnt das Spiel eine tiefere Bedeutung. Dadurch wird auch nachvollziehbar, warum die Politik sich seiner so gern bemächtigt.

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    • Yoyogaga 64: Demokratie 9 – Evolution statt Revolution Sonntag, 12.11.2023

      Wer oder was ist der Staat? Die Loyalität des Bürgers gilt weder Politik noch Verwaltung, sondern der Gesellschaft, die er mitträgt und welche ihn mitträgt. Die Loyalität von Politik und Verwaltung hingegen gilt nicht der Gesellschaft, sondern dem Staat. Weder Politiker noch Verwaltungsangestellte sind tragende Elemente der Gesellschaft. Sie werden vielmehr von der Gesellschaft getragen. Weder Politik noch Verwaltung sind staatstragend. Staatstragend ist die Gesellschaft. Politik und Verwaltung stellen eher eine Gefahr dar für die Gesellschaft und somit für den Staat an sich. Trotzdem würde deren Zerschlagung ins Chaos führen. Nicht Revolution bringt die Gesellschaft weiter, sondern Evolution.

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    • Philosophieren #40: „Definieren“ Montag, 06.11.2023

      Alexander Christ und Matthias Burchardt diskutieren diesmal über Sinn und Unsinn von Definitionen. Dienen sie der Erkenntnis und der Verständigung, oder schaden sie eher? Welche Rolle spielt der „Marsch durch die Definitionen“ (J. Kraus)? Wer darf sich zu den Definitionshoheiten zählen? Nebenbei wird auch definiert, wer die Kinder vom Bofrost-Mann sind.

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    • Yoyogaga 63: Demokratie 8 – Die Agenda der Rückgratlosen Sonntag, 05.11.2023

      Wären Politiker Ärzte, würden sie Krankheiten nicht kurieren, sondern verbieten. Die Fehler passieren nicht im Volk, sondern im Parlament. Seine eigene Stimme kann man weder wirkungsvoll missbrauchen noch zu Geld machen. Die Stimmen der Wähler hingegen schon. Das Parlament ist ein Überbleibsel der Aristokratie. Andreas Thiel dringt vor zum Kern des Problems.

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